Ulli Koch

Phising erkennen

Spam & Phising Check

Schütze dich und dein Unternehmen in 3 einfachen Schritten

In Österreich werden monatlich rund 40.000 Phishing-Fälle angezeigt – und die Tendenz steigt. Gleichzeitig werden die Betrugsversuche immer raffinierter.

Was früher noch durch schlechtes Deutsch oder offensichtliche (grafische) Fehler erkennbar war, ist heute oft täuschend echt: professionell gestaltete Mails, perfekte Logos und scheinbar legitime Websites.

Gerade im Unternehmensumfeld kann ein einziger Klick massive Folgen haben – von Datenverlust bis hin zu finanziellen Schäden. Aber auch im privaten Umfeld kann die Auswirkung dramatisch sein – Fotos, Mails und wichtige Dokumente sind oft nicht ausreichend gesichert (das ist ein anderes Thema…)

👉 Phishing erkennen ist kein IT-Thema!


Was ist Phishing?

Unter Phishing versteht man den Versuch, über gefälschte E-Mails oder Websites an sensible Daten zu kommen – etwa:

  • Passwörter
  • Zugangsdaten zu Cloud-Systemen
  • Bankdaten
  • interne Unternehmensinformationen

Typisches Beispiel:

Du bekommst eine Mail von deiner „Bank“, die dich auffordert, dein Passwort zu bestätigen – und landest auf einer täuschend echten, aber gefälschten Website.


Der 3-Sekunden-Sicherheitscheck

Bevor du auf irgendetwas klickst, stell dir diese 3 Fragen:

  • Kenne ich den Absender?
  • Ist der Betreff sinnvoll?
  • Ist der Inhalt logisch und nachvollziehbar?

👉 Wenn dir hier schon etwas komisch vorkommt: Finger weg.

Mit diesem Mini-Check lassen sich bereits die meisten Phishing-Mails sofort erkennen.


Schritt 1: Plausibilität prüfen

Wenn die Mail auf den ersten Blick ok wirkt, schau genauer hin:

  • Ist der Text sprachlich sauber und verständlich?
  • Passt der Inhalt zu einem tatsächlichen Vorgang (z. B. Passwort-Reset)?
  • Ist die Signatur glaubwürdig (Logo, Adresse, Ansprechpartner)?

Wichtig:

Seriöse Anbieter fordern dich nicht einfach so per Mail auf, sensible Daten einzugeben.


Schritt 2: Absender genau ansehen

Der Absender ist oft der entscheidende Hinweis.

Achte auf:

  • Kennst du die Person oder Firma überhaupt?
  • Macht es Sinn, dass genau dieser Absender dich kontaktiert?
  • Passt die E-Mail-Adresse zur Firma?

Beispiel:

„PayPal Support“ kann als Name angezeigt werden – die Adresse dahinter ist aber vielleicht

👉 paypalhelp@gmail.com statt @paypal.com

Auch kleine Tricks wie andere Domain-Endungen (.de statt .com) werden gerne verwendet.


Schritt 3: Links prüfen – der wichtigste Punkt

Die meisten Angriffe zielen darauf ab, dass du auf einen Link klickst.

Deshalb gilt:

  • Fahre mit der Maus über den Link – prüfe die echte Zieladresse
  • Klicke nie auf verkürzte oder unbekannte Links
  • Gib niemals Passwörter ein, nachdem du über einen Mail-Link auf eine Seite gelangt bist

Ein besonders häufiger Trick aktuell:

Gefälschte Mails von angeblichen Microsoft-, Google- oder IT-Abteilungen, die dich auf eine nachgebaute Login-Seite führen.

👉 Sobald du dort deine Daten eingibst, haben Angreifer Zugriff auf dein gesamtes Mailkonto.


Im Zweifel: immer den sicheren Weg wählen

Wenn du dir unsicher bist:

  • Öffne die Website manuell im Browser (nicht über den Link)
  • oder ruf den Anbieter direkt an
  • oder frag kurz bei uns nach

👉 Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig!


Bleib sicher!

Phishing wird immer professioneller – mein Tipp ist: Nimm dir Zeit und KLICKE NIEMALS LINKS BLIND AN!

👉 Sensibilisiere auch dein Team, deine Familie, deine Freunde.

Denn Sicherheit endet nicht bei der Firewall – sie beginnt beim Menschen.


👉 Checkliste zum Download